von
Kabarettisten sind für mich schon lange bedeutungslos.Sie langweilen mich nur noch.
Ich kann mich noch an sämmtliche großmäuligen Statements der 80er Jahre erinnern:’Kunst muß provozieren’,’Satire muß Tabus brechen”Satire muß Grenzen überschreiten’,’Meinungsfreiheit’,’Freiheit der Kunst’etc.
Alles nur hohle Phrasen.Damals hatte man ja auch nichts zu befürchten.Konservative Politiker oder die kathol.Kirche waren ‘leichte Gegner’.Da war es einfach sich als Gralshüter der Demokratie und Meinungsfreiheit aufzuspielen.
Heute sieht das anders aus.Man hat es mit Leuten zu tun,die richtig rabiat werden.Da reicht der Gratismut der 80er Jahre nicht aus.
Besonders ekelhaft finde ich,wie schnell sich die Damen und Herren Kabarettisten von ihren ureigensten Überzeugungen verabschieden.
Frauenunterdrückung,Ausschreitungen gegen Homosexuelle,Einschränkung der Meinungsfreiheit(Mohamedkarikaturen)islam.Antisemitismus etc.müßten doch eigentlich einen Sturm der Entrüstung bei diesen Herrschaften hervor rufen.Aber Fehlanzeige.
Oder das Beispiel Theo v. Gogh,eigentlich ein Gutmensch erster Klasse.Nicht die geringste Empörung.Da wurde einer der Ihren förmlich ausgeliefert.
Ganz sicher spüren unsere Kabarettiste auch die eigene Schizophrenie und Feigheit bzw.die Kluft die zwischen eigenem Anspruch und Wirklichkeit klafft.
Aber man kompensiert dieses Gefühl mit Scheingefechten und Ablenkung so z.B im ‘Kampf gegen Rechts’.Daher ist der ‘Kampf gegen Rechts’ in diesen Kreisen auch so wichtig.Er hilft von den Widersprüchen,die der Kabarettist/linke Gutmensch innerlich verspürt,abzulenken.
Deshalb kann ich mich auch nicht mehr ärgern.
Wie gesagt,die Kabarettisten sind für mich mittlerweile absolut belanglos.